Lipsi  Coulentianos  Bless

Kunstausstellung 2021 im AtelierHaus

Maurice Lipsi

1898 - 1986

Morice Lipsi war ein bedeutender Vertreter der Moderne auf dem Weg zur abstrakten Kunst. Jüdischer Herkunft, wurde Lipsi am 29. April 1898 in Lodz, als Moryce (Izrael Moszec) Lipszyc geboren. Er zog im Jahr 1912 mit 14 Jahren nach Paris. Er liess sich in der Künstlerkolonie «La Ruche» (Montparnasse) nieder. Dort lebte er unter einem Dach mit vielen, heu­te international bekannten Künstlern, wie Marc Chagall, Chaim Soutine, Amedeo Modigliani, Ossip Zadkine, Guillaume Apollinaire, Jacques Lipchitz, Alexandre Archipenko und Anderen.
Das grösste Werk im öffent­lichen Raum ist die 12 Me­ter hohe olympische Gra­nit-Skulptur in Grenoble von 1967.
Der künstlerische Nachlass befindet sich heute in der
Sammlung Lipsi, im Tobel 4, 8340 Hinwil, Hadlikon.

55.1 Spirale, Bronze

Costa Coulentianos

1918 - 1995

Costa Coulentianos begann sein Studium an der Nationalen Schule der Schönen Künste in Athen, das er 1940 abschloss. Nachdem er ein Stipendium aus Frankreich erhalten hatte, zog er 1945 nach Paris. Er engagiert sich in den malerischen Bewegungen seiner Zeit, besucht das Atelier von Zadkine und nimmt an zahlreichen Ausstellungen teil, wie dem Salon de Mai, dem Salon de la Jeune Sculpture und der Internationalen Ausstellung für zeitgenössische Skulptur im Rodin-Museum in Paris.
Lieblingsthemen gehören Themen aus der Luft (Akrobat, Vogel) und der weibliche Körper. Er lehrte die Kunst der Bildhauerei zunächst 1975-1980 an den Arts Décoratifs de Paris und dann 1979-1980 an der École des Beaux-arts de Marseille.

Paris, Alu boulonné

Lisa Bless

*1953

Lisa Bless entdeckt die Tapisserie durch Costa Coulentianos, der seine Entwürfe in Tapisserien umsetzen liess.
Nach der Ausbildung zur licière 1987 in Aubusson arbeitete Lisa Bless in der Schweiz und Frankreich.
Sie stellte ihre Werke in Frankreich, Deutschland und der Schweiz aus.
Auf der einen Seite arbeitet sie mit ihrem Mann Markus Bless zusammen, indem sie seine Entwürfe in ihren Tapisserien umsetzt, andererseits sind ihre Eigenkreationen geprägt von Farbkombinationen und einer Fülle von verschiedensten Materialien.

Memories in colours

Markus Bless

*1953

Markus Bless studierte von 1977-1980 an der Ecole National Superieur des Arts décoratifs de Paris. 
Die Ausbildung an der ENSAD bei Costa Coulentianos führte  zu einer intensiven Zusammenarbeit und Freundschaft.
Während dem Schweissen, Formen und Zusammenbauen der Skulpturen wuchs das Verständnis für die Form im Raum.
Schon während der Studienzeit konnte Markus Bless Auftragsarbeiten im grossen Massstab umsetzen.
Die Auseinandersetzung mit den Ideen des Bauhaus, „form follows function“ führten zu Entwürfen wie das Möbel- und Trennwandsystem, dass unter dem Label Bless Art erfolgreich vertrieben wird.
Mit dem Werk «le principe» für Glas Trösch in Buochs eröffnen sich neue Dimensionen, was sich aktuell auch im Bau des AtelierHaus zeigt.

MB_20_04 Schulthess