Eigentlich wollten wir nach unseren Kunststudien unser Leben als Künstler in Frankreich verbringen. Voller Ideen und dem Drang diese umzusetzen entstanden neben Skulpturen, Zeichnungen und Tapisserien auch Gegenstände die zum Gebrauch geeignet waren. Stühle, Tische, Schränke  führten unsere Arbeiten vermehrt in den Bereich der Innenarchitektur. So setzten wir zunächst unsere Ideen im Designbereich um.
Die Realisation eines Möbel- und Trennwandsystems, hergestellt und vertrieben in der Schweiz unter dem Label BlessArt war dann so erfolgreich, dass wir jetzt unseren Traum vom AtelierHaus verwirklichen konnten.

Im AtelierHaus zeigt sich der Gedanke des Gesamtkunstwerkes. Konsequent wird der Gedanke „form follows function“ verfolgt und alle Materialien, alle Verbindungen sind sicht- und fühlbar. Diese Art zu bauen verlangt eine hohes Mass an handwerklichem Können und Geschicklichkeit. Das wird auch in den integrierten und ausgestellten Kunstwerken ersichtlich. Material – Handwerk – Können. Natürlich war schon von Planungsbeginn klar, dass das AtelierHaus zum Wohnen, Arbeiten und Ausstellen geeignet sein muss.

Und jetzt öffnet das Atelierhaus seine Türen

Mit Morice Lipsi, Costa Coulentianos, Lisa und Markus Bless beginnt das AtelierHaus im Zürcher Oberland seinen Ausstellungszyklus.

Die Geschichte beginnt 1962, als Morice Lipsi und Costa Coulentianos gemeinsam für das Symposium Grenoble für die Winterolympiade arbeiten und sich dort kennen lernen. Coulentianos mit seinen Metallskulpturen, Lipsi mit Stein und Basalt.

Markus Bless wird 1976 an der école nationale superieure des arts décoratifs à Paris Student bei Costa Coulentianos. Aus dem Student wird ein enger Freund und beide arbeiten in der Folge während Jahren zusammen. Durch Coulentianos lernt Lisa Bless die Tapisserie kennen und macht 1983 an der école nationale d'art décoratif in Aubusson die Ausbildung zur Licière.

2018 entdeckt das Ehepaar Bless die Sammlung Lipsi in Hadlikon, ein wahrer Schatz an Geschichte und die Entdeckung, dass Coulentianos und Lipsi sich kannten.

2021 werden alle zusammengeführt und ihre Werke werden in einer Ausstellung gezeigt. Lipsis Skulpturen werden von seiner Tochter Gabi Beck erhalten, das Erbe von Coulentianos von seinem Sohn Ben in Paris.

Das ist nicht das Ende der Geschichte, es ist eine Laudatio.